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für den 16.09.2019

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Zahlreiche Gäste waren zur Enthüllung der erneuerten Gedenktafel auf den Frankenplatz gekommen; darunter auch der namibische stellvertretende Bischof Hatani Kisting. Zahlreiche Gäste waren zur Enthüllung der erneuerten Gedenktafel auf den Frankenplatz gekommen; darunter auch der namibische stellvertretende Bischof Hatani Kisting.

Völkermord in Namibia

Damit die Erinnerung nicht verblasst

Mit der Erneuerung der Gedenktafel neben dem Düsseldorfer Kolonialkriegerdenkmal am Frankenplatz ist zugleich die Erinnerung an den Völkermord an den Herero und Nama zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts im damaligen Deutsch-Südwestafrika aufgefrischt worden.

Am Vormittag hatten Vertreterinnen und Vertreter der Evangelischen Kirche im Rheinland und des Kirchenkreises Düsseldorf das neue Schild im Beisein des stellvertretenden namibischen Bischofs Hatani Kisting enthüllt.

Vor 15 Jahren wurde die erste Tafel angebracht

Die Gedenktafel wurde ursprünglich im Jahr 2004 von der Evangelischen Kirche im Rheinland und der Evangelischen Kirche in Düsseldorf neben dem alten Kriegerdenkmal des niederrheinischen Füselier-Regiments Nr. 39, das an gefallene Soldaten des Regimentes erinnert, angebracht. Das Denkmal nimmt auf die Gefallenen des Kolonialkrieges im heutigen Namibia Bezug. Die vor 15 Jahren angebrachte Gedenktafel erinnert an den Völkermord an den Herero und Nama und stellt fest: „Uns ist es ein Symbol für die Verantwortung, die uns aus der Geschichte erwächst. Es ist uns Mahnung, für die Würde aller Menschen, Völker und Rassen einzutreten.“

Seit 1935 steht das Denkmal in der Öffentlichkeit

„Die Schrift war verblichen, das inzwischen für die Menschheit nicht mehr gebräuchliche Wort ,Rasse‘ wurde ersetzt. Ansonsten wurde der Text wörtlich übernommen. Vor allem das noch vor 15 Jahren umstrittene Wort ,Völkermord‘ bleibt erhalten“, erläuterte Oberkirchenrätin Barbara Rudolph in ihrer Begrüßung die Erneuerung. Stand das Kolonialdenkmal zunächst in der Kaserne der Füseliere in der Tannenstraße, wurde es in der Nazi-Zeit, im Jahr 1935, der Stadt Düsseldorf und dem Öffentlichen Raum übergeben. Seitdem steht es am Frankenplatz, wenig beachtet und doch eine Erinnerung an eine dunkle Zeit in der deutschen, erst recht der namibischen Geschichte. Diese Erinnerung soll erhalten bleiben: „Die Entscheidung von Landeskirche und Kirchenkreis vor 15 Jahren war, nicht zu beantragen, das historische Denkmal zu entfernen, sondern den Antrag an die Stadt zu stellen, diese koloniale Statue mit einer Gedenktafel zu versehen“, so Oberkirchenrätin Rudolph. Damit die Erinnerung weiterhin sichtbar bleibt, wurde die erneuerte Tafel heute auch im Beisein des stellvertretenden Düsseldorfer Superintendenten, Dr. Martin Fricke, enthüllt.

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ekir.de / red, Foto: Marcel Kuß / 12.09.2019



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